Schule

Georg Büchner (1813 - 1837)

1813
Karl Georg Büchner wird als Sohn eines Arztes in Goddelau (Hessen) geboren. Drei Jahre später zieht die Familie wegen einer Versetzung das Vaters nach Darmstadt um.
      Winnender Zeitung vom 14.11.2007

Ein steckbrieflich Gesuchter als Namensgeber

Vortrag über
Georg Büchner
von Dr. H. Stirner


Vortragstext vom 08.11.07 als PDF

1822
Nach einem längeren Unterricht bei seiner Mutter geht Georg in eine Privat­schule.
1825
Im Frühjahr wechselt Georg auf ein Gymnasium in Darmstadt. Während der gesamten Schulzeit hält er immer wieder Reden in lateinischer Sprache.
1831
Nach Vorbereitungen im Labor des Vaters schreibt sich Büchner als Medi­zinstudent an der Straßburger Universität ein. Er wohnt bei einem Pfarrer, dessen Tochter Minna Jaeglé er später heiratet.
1833
Neben seinem Studium beschäftigt sich Büchner in Vorträgen mit den politischen Verhältnissen in Deutschland. An seine Eltern schreibt er zwar, daß er sich nicht selbst in "revolutionäre Kinderstreiche" einlassen werde, er aber dennoch eine gewaltsame Auseinandersetzung in Deutschland für nötig halte, um die sozialen und politischen Probleme zu lösen. Büchner kehrt nach Deutschland an die Universität in Gießen zurück, wo er nach Landes­gesetzen sein Studium abschließen muß. Im November erkannt er an einer Hirnhautentzündung.
1834
Büchner gründet in Gießen und Darmstadt die "Gesellschaft für Menschen­rechte" und entwirft den "Hessischen Landboten". Sein Freund Minnigerode wird mit 158 gedruckten Exemplaren des Flugblattes verhaftet. Büchner selbst findet daheim seinen Schrank versiegelt und seine Papiere durchsucht. Er reist nach Offenbach und Frankfurt, um seine Freunde zu warnen, kann aber die Verhaftung zahlreicher Mitglieder der " Gesellschaft für Menschenrechte" nicht verhindern. Der Versuch, Minnigerode aus dem Gefängnis zu befreien, scheitert.
1835
Am Anfang des Jahres wird Büchner von Untersuchungsrichtern in Offenbach verhört. Kurz vor einer zweiten gerichtlichen Vorladung flieht Büchner im März über die französische Grenze nach Straßburg. Wenige Tage später wird gegen ihn ein Steckbrief erlassen.
Trotz ständiger Bedrohung ist Büchner neben naturwissenschaftlichen Studien auch literarisch tätig. Das Drama "Dantons Tod" und die Novelle "Lenz" erscheinen noch im selben Jahr.
1836
Für ein Preisausschreiben des Cotta-Verlags schickt Büchner die Komödie "Leonce und Lena" nach Deutschland. Auf Grund der Untersuchung "Über das Nervensystem der Fische" erehält Büchner den Doktortitel in Zürich. Nach bestandener Probevorlesung "Über Schädelnerven" erhält er die Befähigung, an der Züricher Universität als Privatdozent zu lehren. Im September beginnt Büchner, am "Woyzeck" zu arbeiten. Bei seinem Tod steht das Schauspiel kurz vor dem Abschluß.
1837
Büchner erkrankt mit 24 Jahren plötzlich an einer tödlichen Typhusinfektion. Von Tag zu Tag verschlechtert sich sein Zustand. Am 19. Februar können die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen.

written 2004 by Michael Hanig

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Ti   03.2010