Aus der
Winnender Zeitung
vom 09.12.2005:

Oettinger will Sozialethik-Profil prüfen

CDU-Stadtverband und Rolf Kurz (MdL) hegen Hoffnung auf Einführung des Profils am GBG

Winnenden (gin).
Das Kultusministerium hat sich bisher hartnäckig geweigert, Sozialethik als Profil für Gymnasien zuzulassen. Speziell das Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) drängt auf Zulassung. Landtagsabgeordneter Rolf Kurz (CDU) durfte nun Ministerpräsident Günther Oettinger das Anliegen erläutern. Oettinger versprach, die Sache zu prüfen.

"Er sagte eine wohlwollende Prüfung zu und wird auch für eine schnelle Entscheidung sorgen", berichtet der CDU-Stadtverband Winnenden in einer Presse-Erklärung von Oettingers Versprechen, gegeben am 1. Dezember. In einer Versammlung wurden die CDU-Mitglieder am Tag darauf von Rolf Kurz in Kenntnis gesetzt und stellten sich hinter seine Forderungen, das sozial-ethische Profil bald einzuführen.

Gibt der neue Kultusminister nach?

Es soll also wieder Schwung in das Gerangel zwischen Schule und Kultusministerium kommen. Immerhin haben Schulleiter wie Kultusminister inzwischen gewechselt. Rolf Kurz jedenfalls ist vom Profil "Sozialethik", das ein Arbeitskreis am Georg-Büchner-Gymnasium entwickelt hat, überzeugt. Er bezeichnet es als "eine zukunftsweisende Innovation innerhalb unseres differenzierten Bildungssystems".

Winnenden steht mit seinen vielen sozialen Einrichtungen für die aktive Hilfe für benachteiligte Menschen. Und das neue Profil kann jungen Menschen zur Berufsfindung dienen. Auf Unverständnis bei den Winnender CDU-Mitgliedern sei daher gestoßen, dass sich das Kultusministerium beharrlich weigert, wenigstens einen Schulversuch für das Profil-Kernfach "Sozialethik" in der gymnasialen Mittelstufe zu genehmigen. Es leuchte niemandem ein, dass etwa "Sport" und "Musik" als gymnasiales Profil allgemein akzeptiert sind, "Sozialethik" bisher aber nur im Rahmen eines willkürlichen Schulcurriculums, also praktisch als Nebenfach, ermöglicht werde. "Wer 'Sozialethik' und beispielsweise 'Sport' im Hinblick auf unsere christliche Kultur auf eine gleiche Stufe stellt, hat die Herausforderungen dieser Zeit nicht erkannt", so der Abgeordnete Rolf Kurz.

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