Projekt: Trockenmauer
Um dem Film-Glotz- und Eis-Ess-Streß vor den Sommerferien zu entfliehen,
schlug uns (den Klassen 11b und 11c des Georg-Büchner-Gymnasiums Winnenden)
Frau Krauch, unsere Biologie- und Chemielehrerin vor, in einer
Projektwoche eine Trockenmauer zu erbauen. Unser Schulleiter war überrumpelt
und stimmte sofort zu.
Jede Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, die im täglichen Wechsel
an der Mauer arbeiteten, Exkursionen unternahmen oder Laboruntersuchungen
durchführten. Insgesamt fand die Projektwoche von Montag, den 20.7.98 bis
Freitag, den 24.7.98 statt.
Was ist eine Trockenmauer?
Trockenmauern sind Mauern aus Natursteinen, die ohne Mörtel aufgeschichtet
werden. Seit Jahrhunderten haben sie sich in Weinbergen bewährt, um Hänge
vor dem Abrutschen zu schützen. Dabei bilden sie den Lebensraum für viele
an die extremen Bedingungen angepaßten Tiere und Pflanzen. Viele dieser
Arten sind heute gefährdet, weshalb Trockenmauern schützenswerte Biotope
sind. Deswegen haben wir in unserem Schulgarten nach einem Teich eine solche
errichtet.
Was haben wir getan?
1. Bau der Trockenmauer
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Mit zwei privaten Traktoren fuhren einige Schüler am Montag morgen zum
Lagerplatz der Stadt Winnenden, auf dem alte Sandsteine aus abgerissenen
Gebäuden gelagert werden. Nach dreimaligem Fahren und körperlicher
Schwerstarbeit waren die von der Stadt gestifteten Steine endlich bei der
Schule angekommen. Jetzt mußte nur noch Kies geholt werden und alles in den
Schulhof geschüttet werden.
Um der Trockenmauer Stabilität zu verleihen, wurde zuerst ein Graben
ausgehoben und mit Kies gefüllt, der das Fundament bildet. Dann wurden Steine
aufgeschichtet, wobei bewußt auch Lücken für Pflanzen und Tiere gelassen
wurden. Viele Steine waren für den sofortigen Einbau zu unförmig und mußten
zuerst behauen werden. Wir kamen bei schönem Wetter gut voran, bis uns am
dritten Tag die Steine ausgingen und gerade diese Gruppe im Regen neue holen
mußte. Am Donnerstag wurde jedoch die Mauer dank des unermüdlichen Einsatzes
der Schüler und der Mithilfe von Herrn Dorsch vom Berufsbildungswerk Winnenden
fertig und der dahinter liegende Hang aufgefüllt. Schließlich wurde die Mauer
mit typischen Trockenmauerpflanzen besiedelt. |
2. Andere Erkundungen im Rahmen der Projektwoche
| Wenn wir Schüler nicht gerade Steine schleppten, befanden wir uns entweder
auf einer Exkursion oder im Labor.
Wir unternahmen einen Fahrradausflug mit unserem Biologielehrer Herr
Stöhr auf den Kleinheppacher Kopf, um ein Trockenbiotop im Original zu
besichtigen. Dabei bekamen wir auch die berühmten Opuntien zu Gesicht,
die sonst nur im Mittelmeerraum anzutreffen sind.
Herr Rohrschneider erklärte uns die Geologie rund um Winnenden bei einem
Ausflug auf dem geologischen Lehrpfad auf den Haselstein. Dabei wurden
auch Bodenproben für die Analyse im Laborraum gesammelt.
Im Laborraum wurden die Proben auf ihre Wasserspeicherkapazität, den
pH-Wert, Kalkgehalt, Belebungsgrad, Humusgehalt und ihre
Puffereigenschaften untersucht. Nach einer riesigen Sauerei standen die
Ergebnisse der einzelnen Proben fest. |
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3. Auswertung und Dokumentation des Projekts
(Maßnahmen, um den Bekanntheitsgrad unserer Schule zu erhöhen)
Und nun, am Freitag, werden in verschiedenen Gruppen Berichte für die
Zeitung, das Jahrbuch, und das Internet geschrieben und ein Film, der
den Bau dokumentiert, geschnitten.
Insgesamt hat uns das Projekt viel Spaß gemacht und wir haben viel dabei
gelernt.
Trotzdem ist Eis-Essen auch nicht zu verachten.
Erstellt von: Manuel Moser,
Michael Hanig, Jürgen Bubeck,
Manuel Schönfeld, Tobias Hasselwander und
Florian Fischer.
Erstellt am 24.7.1998 in einem Abstellraum mit einem 386er ohne Maus.
Alle Rechte geschützt!
Siehe auch: Projekt Schulteich und Projekt Nordhof
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