Koko-Religion am GBG: Ökumenisches Lernen in Klasse 6

Schüler_innen besuchen die St. Karl-Borromäus Kirche in Winnenden

Am Mittwochnachmittag, 22.06.2016, machte sich die Klasse 6a zusammen mit Frau Wernecke auf den Weg in die Katholische Kirche St. Borromäus. 21 Schüler_innen spazierten gemeinsam vom GBG aus los, um in dieser Stunde nicht nur in der Schule von- und miteinander zu lernen, sondern auch einmal eine Kirche außerhalb des regulären Gottesdienstes zu erkunden und zu erfahren. In der evangelischen Schlosskirche hatte die Klasse schon beim Weihnachtsgottesdienst vergangenes Jahr mitgewirkt, jetzt stand noch der Besuch der katholischen Kirche aus.

Die Klasse setzt sich aus evangelischen, katholischen, freikirchlichen, alevitischen und ungetauften Schüler_innen zusammen - und alle begaben sich gemeinsam auf diese ökumenische Exkursion und lernten schon auf dem Weg zur Kirche im "Interview-Spiel" einiges Neues übereinander: So gibt es bei den Protestanten keine Kommunion, dafür werden bei ihnen und bei den Katholiken die Gläubigen meist als Babys getauft und bei den freikirchlichen Gemeinden findet die Taufe erst dann statt, wenn man sich selbst dazu entscheidet und bereit dazu ist und dann wird nicht nur symbolisch die Stirn benetzt, sondern man wird ganz unter Wasser getaucht.

In der Kirche empfing dann Herr Pfarrer Gerald Warmuth die Klasse, der sich sehr viel Zeit nahm, die Besonderheiten der Kirche wie die Osterkerze, die Klagemauer und die Geheimnisse der Sakristei erklärte und alle Fragen der Schüler_innen geduldig beantwortete. So erfuhren sie u.a., dass die Beichtstühle heute kaum noch genutzt werden, sondern seelsorgerliche Gespräche vielmehr im Pfarrbüro oder in der Kirche selbst stattfinden.

Auf die Bitte einer Schülerin hin gab Pfarrer Warmuth der Klasse noch einen "Tipp für`s Leben" mit auf den Heimweg:

"Versuche dein Leben nicht zu planen, sondern höre auf die Stimme in dir, die Stimme Gottes, die zu dir spricht und vertraue ihr."

Dass Wasser nicht nur symbolisch wichtig ist, wussten alle, nachdem sie nach der Exkursion völlig ausgetrocknet wieder am GBG ankamen und sich sofort dankbar und glücklich auf die dort zurückgelassenen Trinkflaschen stürzten.

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The Georgies rocken am LGW

Band des GBG spielt als Vorband von "Fast Alaska"

Am Mittwochabend kam es am Lessing-Gymnasium zu einer Premiere der ganz besonderen Art: Zum ersten Mal teilten sich beim dortigen "Schulkonzert II" Bands des LGW und des Georg-Büchner-Gymnasiums eine Bühne. Vom GBG hatte sich die Rockband "The Georgies" unter der Leitung von Eva Dietzfelbinger auf den Weg gemacht, um die LGW-Band "Fast Alaska" zu unterstützen. Vor Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern der beiden Winnender Gymnasien boten die fünf Musikerinnen und Musiker unserer Schule eine abwechslungsreiche Show und bewiesen einmal mehr, dass emotionale Balladen wie Leonard Cohens "Hallelujah" ebenso zu ihrem Repertoire zählen wie das groovige "Ex's and Oh's" von Elle King oder der John-Denver-Klassiker "Country Roads". Mit letzterem verabschiedeten sich The Georgies von ihrem Publikum und wurden mit frenetischem Applaus von der Bühne begleitet, bevor Fast Alaska die heimische Bühne betraten, um die aufgewärmte Zuhörerschaft mit Songs von Jazz bis Pop weiter zu unterhalten.

The Georgies sind (auf dem Foto v.l.n.r.): Leonie Holzwarth (9c, Klavier), Janina Jänel (9c, Gesang), Tamara Beck (9d, Gesang), Lorenzo Gehr (9c, Drums) und Dominic Sehorz (8b, Gitarre).

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Fantastischer Erfolg für unser Debating-Team!

Zweitbeste Mannschaft in Deutschland

Nach einer grandiosen Turniersaison mit 12 Siegen in Folge zog unsere Junior-Debating-AG souverän ins Bundesfinale ein. Dort traten die Schülerinnen und Schüler in Würzburg vom 10.-12.06. u.a. gegen Teams aus Hamburg, Dresden, Ulm und Stuttgart an. Bei den auf Englisch ausgetragenen Redewettkämpfen wurden von den 8.- und 9.-Klässlern folgende Themen diskutiert: Staatsbürgerkunde als Pflichtfach, tägliche Outdoor-Aktivitäten im Stundenplan, Fahrverbot für PKWs mit weniger als drei Passagieren, kostenlos anzubietender Internetzugang für alle und Abschaffung der Synchronisation fremdsprachiger Filme und Serien. Durch eine tolle Mannschaftsleistung gewann das Team sogar das Halbfinale. Im Finale ging es dann gegen die seit Jahren etablierte Debating-Hochburg des Karlsgymnasiums aus Stuttgart. In einem extrem knappen Match unterlag das GBG mit nur 3:4 Stimmen. Glückwunsch zu diesem hervorragenden Ergebnis!

Auf dem Foto v.l.n.r.: Inga Schakimardanov (9b), Eunice Afonso-Pinto (8a), Tyler Gough (9b), Sophia Wienicke (9b), Estelle Pflüger (9d), Niklas Mäckle (9b).

 

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Heiße Rhythmen beim Sommerkonzert

Musikgruppen begeistern mit lateinamerikanischen Klängen

Mit sommerlichen Gefühlen haben am vergangenen Freitag all dienjenigen die Hermann-Schwab-Halle verlassen, die das Sommerkonzert des GBG besucht hatten: Das Programm stand dieses Jahr ganz im Zeichen lateinamerikanischer Musik. Ob als Bigband, Blasorchester, Rockband oder Chor - mit sicht- und hörbarer Freude und viel Liebe zum musikalischen Detail entführten Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen sowie Eltern und Lehrer_innen das Publikum nach Brasilien, Puerto Rico und Jamaica. Das gemeinsame Lied "Un poquito cantas" bildete den imposanten Abschluss eines abwechslungsreichen und überaus gelungenen Konzertabends.

Die Ensembles wurden geleitet von den Musiklehrerinnen Eva Dietzfelbinger, Annegret Renz, Yen-Lin Liu und Susanne Wittmer sowie von Thomas Kratzer von der SJMKS Winnenden.

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Erfolg bei der World Robot Olympiad

Schüler_innen erzielen 3. und 4. Platz

Am Samstag, den 4. Juni 2016 machten sich 6 Schüler_innen der 10. und 11. Klassen zusammen mit Frau Gandlau auf den Weg zur World Robot Olympiad (WRO) in Schwäbisch Gmünd. Bei diesem Wettbewerb müssen Teams aus zwei bis drei Schüler_innen zu einem vorher bekannten Parcours einen Roboter aus Lego Teilen bauen und programmieren, der verschiedene Aufgaben erfüllen muss. Als Besonderheit muss das Modell am Wettkampftag komplett neu aus Einzelteilen aufgebaut werden.

Nach eher mäßigen Ergebnissen in den Tagen vor dem Wettbewerb, wuchsen die Teams mit ihren Robotern am Wettkampftag förmlich über sich hinaus und belegten nach zwei von vier Durchgängen die Plätze 2 und 3 ihrer Altersklasse. Mit besonderem Stolz erfüllte sie die Tatsache, dass sie zu dem Zeitpunkt sogar die beiden Firmen-Teams von Bosch hinter sich gelassen hatten. Eines dieser Teams zog in den nächsten Runden zwar noch vorbei, aber die Endplatzierungen 3 und 4 sind ein tolles Ergebnis!

Ein großer Dank dem Förderverein des GBG, der uns den Kauf und Bau der Wettkampfplatte ermöglicht, sowie die Teilnahmegebühr für die beiden Teams übernommen hat. Die Schüler_innen hatten einen großartigen Wettkampftag und wir hoffen, von nun an regelmäßig an der WRO teilnehmen zu können.

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Integrations-AG "Mitglied sein" bewirbt sich für den Bürgerpreis Rems-Murr 2016

Bei der Winnender Zeitung kann für den Leserpreis 2016 abgestimmt werden

In der Ausgabe der Winnender Zeitung vom 4. Juni werden die Bewerber für den Bürgerpreis Rems-Murr 2016 vorgestellt und die Leser gebeten, ihren favorisierten Kandidaten für den parallel zu vergebenden Leserpreis 2016 zu wählen. Die Wahl läuft bis 12. Juni. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie für die Integrations-AG "Mitglied sein" abstimmen würden.

Die Schülerinnen und Schüler der AG "Mitglied sein" haben sich mit folgendem Schreiben für die Kategorie "Junge Helden bis 21 Jahren" beworben:

Unser Projekt ist eine AG mit dem Namen „Mitglied sein- Zuhause sein“ die zum Schulbetrieb des Georg-Büchner–Gymnasiums gehört. Nachdem wir den Eritreer Robel Mesgener aus Winnenden näher durch einen Schulgottesdienst kennenlernten (er ist bereits vor ca.10 Jahren als unbegleiteter Flüchtling in Deutschland gelandet), wurden wir aufmerksam auf die Situation der Flüchtlinge. 

Ziel

Durch unser Projekt wollen wir, dass die Migranten, die unweit unserer Schule Quartier bezogen haben, uns kennenlernen können, sich bekannt machen können und wir einen Teil dazu beitragen, dass sie ein Mitglied unserer Gesellschaft werden können und ein neues Zuhause finden. Auf dem Weg dorthin begleiten wir sie, wie es unseren Möglichkeiten entspricht, wie folgt.  

Beschreibung und Erfolge

Da wir dieses Schuljahr 2015/16  mit der AG begonnen haben, ist es eine Pionierarbeit. Erstaunt waren wir über den großen Zuspruch an unserer Schule. Aus den Klassen 9-12 wollten 50 SchülerInnen mitmachen. Wir haben uns zuerst mit den anderen Unterstützern der Flüchtlinge (z.B. Netzwerk Flüchtlinge) in der Stadt Winnenden bekannt gemacht und uns von ihnen informieren lassen, was sie tun, wie sie es tun, uns beraten lassen und gefragt, was unser Beitrag sein kann.

So fertigten wir Einladungen zum Kommen an und luden die Flüchtlinge zu uns in die Schule ein. Eine spezielle Stadtkarte für die wichtigen Örtlichkeiten erstellten wir und teilten sie aus. Wir informierten uns über rechtliche Grundlagen der Migranten und Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten. Es besteht Kontakt zum Sportverein. Damit die Migranten an sportlichen Aktivitäten teilnehmen können, führten wir an der Schule eine Sport-und Winterkleidersammlung durch.

Unsere Hauptaufgabe und -arbeit einmal in der Woche besteht inzwischen darin, die Migranten im Spracherwerb zu unterstützen. Entweder arbeiten wir mit Spielen oder Sprachbüchern oder die Migranten bringen ihre Bücher und Hausaufgaben von ihren Volkshochschulkursen mit und  wir wiederholen, helfen oder vertiefen mit ihnen passend für den Einzelnen die deutsche Sprache. Das Schöne dabei ist, das wir ganz gezielt auf den Einzelnen eingehen können, da wir so viele SchülerInnen sind. Oft kümmert sich ein/e SchülerIn oder es kümmern sich sogar zwei SchülerInnen um einen einzelnen Migranten. Hinzu kommt, dass wir durch diese gute Betreuungssituation gezielt den Sprachgebrauch für Bewerbungsgespräche üben können z. B. in Form von Rollenspielen. Dadurch, dass ein betreuender Lehrer der AG Kontakte zu Firmen hat, ist auch eine Vermittlung von Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen möglich.

Zusätzlich ergab sich, dass einige SchülerInnen einmal in der Woche direkt in der Sammelunterkunft gegenüber der Schule mit Migrantenkinder spielen und sprechen.

Zum Schuljahresende planen wir die Flüchtlinge mit in unser Sommerfest der Nationen einzubeziehen. Die SchülerInnen stellen pro Klasse eine Nation vor. Durch die Migranten soll das Fest noch authentischer werden. Durch ihre musikalischen Beiträge und Kulinarisches- das gemeinsam zubereitet wird, werden sie noch weiter ins Schulleben einbezogen.

Win-Win-Situation

Nun profitieren nicht nur die Migranten von unserer AG „Mitglied sein, Zuhause sein“, sondern auch wir selber und letztendlich die gesamte Schule. So nehmen wir Anteil an der Flüchtlingskrise und bekommen zu ihr einen direkten Bezug. Berührungsängste und Vorurteile gegenüber Flüchtlingen können abgebaut werden, Beziehungen bis hin zu Freundschaften können entstehen. So können wir auch dafür  Multiplikatoren für unsere Mitschüler an der Schule sein, die nicht an der AG beteiligt sind, durch unsre normalen Gespräche mit ihnen.  

Noch etwas ist gut für uns. Wir praktizieren unsere erlernten Fremdsprachen wie Englisch und Französisch. Manche von uns helfen durch ihre Muttersprache wie Türkisch oder Arabisch zu dolmetschen. Durch die AG ist uns stärker bewusst geworden, dass schon viele von uns einen Migrationshintergrund haben.

Wir lernen unsere Muttersprache noch einmal von einer anderen Seite kennen, wenn wir sie weitergeben. Ein Deutschgrammatikbuch wird öfters zur Hand genommen, um wirklich sicher zu sein, es richtig zu erklären. Wie wird eine Bewerbung aufgesetzt, was ist wichtig bei einem Bewerbungsgespräch, solche Lebenskompetenzen lernen wir mit.

Einblick in andere Kulturen und Interesse an den Ländern, aus denen die Migranten stammen, bekommen wir sowie einen Einblick in die politischen und wirtschaftlichen Probleme ihrer Länder.

Zukunft

Für die Zukunft planen wir weiter mit der Stadt Winnenden, den kirchlichen Einrichtungen und Treffpunkten, den Sportvereinen ein Netzwerk zu bilden, sodass die Migranten weiter und umfassend ankommen können und zufriedene „Mitglieder“ unserer Stadt werden. Wenn wir noch vertrauter mit den zu uns kommenden Migranten sind, wollen wir gern Patenschaften auf den Weg bringen. Dass einzelne Familien sich um  einen Migranten kümmern und ihn ab und zu zu sich einladen und ihn vielleicht mitnehmen zu verschiedenen Unternehmungen...

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