Aktionstag Katastrophenschutz am GBG zeigt große Wirkung
02.08.2026
Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden, der DLRG, der Rettungshundestaffel des BRH und den Maltesern erlebten die Schülerinnen und Schüler einen abwechslungsreichen Mix aus Unterricht, Praxisstationen und direktem Austausch mit Einsatzkräften. Die Lehrkräfte führten zunächst in die Grundlagen ein: Was ist eine Katastrophe, welche Folgen können auftreten und warum ist Vorbereitung entscheidend? Anschließend stellten die Organisationen ihre Arbeit vor und zeigten, wie vielfältig der Bevölkerungsschutz aufgebaut ist und wie wichtig ehrenamtliches Engagement bleibt.
In den praktischen Stationen konnten die Kinder selbst mit anpacken – etwa beim Aufbau einer Betreuungsstelle mit den Maltesern oder bei einer Übung zur Wasserrettung mit der DLRG. Der Tag machte deutlich: Katastrophenschutz ist Teamarbeit, bei der jede Organisation ihren Teil beiträgt.
Zum Abschluss ging es um die persönliche Krisenvorsorge. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie Familien sich auf Ereignisse wie Stromausfälle oder Starkregen vorbereiten können und welche einfachen Maßnahmen im Alltag helfen. Ziel ist es, dieses Wissen in die Familien zu tragen und dort Gespräche über Vorsorge anzustoßen.
Eine Evaluation unter Leitung von Abteilungsleiterin Britta Schwenkreis zeigt die Wirksamkeit des Aktionstags deutlich. Der Wissenszuwachs wurde vor und nach dem Projekttag erhoben:
Auslöser von Katastrophen: Der Anteil derjenigen, die mehr als fünf Auslöser nennen konnten, stieg von rund 17% auf fast 60%.
Folgen von Katastrophen kannten vorher 22,6%, nachher 69,7%.
Hilfsorganisationen: Vorher waren 43,8% mehr als drei Hilfsorganisationen bekannt, nachher waren es 77,3%.
Stromausfall-Vorsorge: Der Wissensstand darüber, wie man sich vorbereiten kann, stieg von 72,6% auf 98,5%.
Insgesamt gaben 89,7% der Schülerinnen und Schüler an, „sehr viel“ oder „einiges“ gelernt zu haben.
Der Aktionstag zeigt damit eindrucksvoll, wie gut das Zusammenspiel von Schule und Hilfsorganisationen funktioniert und wie wirksam das landesweite Konzept ist, wenn es didaktisch und methodisch gut eingebettet und begleitet, und nicht überladen ist: Kinder erwerben nicht nur theoretisches Wissen, sondern konkrete Handlungskompetenz – ein Gewinn für Familien und die gesamte Gesellschaft.
(Hm)

